Fachliches

Quicktipps – Korrekturen

Jaja, die lieben Korrekturen. Wir alle kennen sie und nicht alle mögen sie. Dies betrifft vor allem diejenigen von uns, die besonders viel Text lesen müssen. Deswegen möchte ich euch heute meine Tipps mit auf den Weg geben, welche mir das Korrigieren erleichtern. Dies muss nicht auf jeden von euch zutreffen, aber vielleicht sind doch nette Anregungen dabei 🙂

1. Arbeiten komplett entwerfen

Nicht selten dauert es manchmal schon lange, geeignete Texte und Aufgabenformate zu diesen Texten zu finden. Da ist man dann ganz froh (vor allem in der Oberstufe), wenn man dies geschafft hat und die Arbeit soweit steht. Was dann jedoch noch folgt, ist das Entwerfen eines Erwartungshorizontes bzw. eines Bewertungsbogens. Einige zögern dies vielleicht hinaus und beginnen damit erst, wenn sie auch mit dem Korrigieren der Arbeiten anfangen. Einfacher ist es jedoch, alles in einem Rutsch zu gestalten, weil man dann noch die Nähe zur gerade konzipierten Arbeit hat und so ganz genau die Anforderungen und Erwartungen abstecken kann.

2. Den Erwartungshorizont einfach halten

Man braucht hier keine langen, perfekt ausformulierten Sätze schreiben, denn gerade diese erschweren einem das Korrigieren eher. Ich notiere mir immer nur Stichpunkte und halte es so schlicht wie möglich.

3. Vorlagen anlegen

Wie schon in einem meiner letzten Artikel berichtet (Hier gelangt ihr zum Artikel), habe ich für Vieles Vorlagen angelegt. So existieren auch zwei Vorlagen, wenn es um die Konzeption und das Anlegen eines Bewertungsbogens geht. Der Vorteil: Eure Arbeiten sehen vom Design immer gleich aus, ihr habt einen schönen Kopf, in dem die Schüler alles Nötige (Name, Klasse Datum etc.) eintragen können und ihr spart euch Zeit. Ähnlich ist es mit dem Bewertungsbogen. Meiner ist tabellarisch angelegt und enthält am Ende einen Notenschlüssel, in welchen ich nur noch die für die konzipierte Arbeit festgelegte Punkteverteilung eintragen muss.

4. Korrekturstapel bilden

Wenn ich vor einem riesen Berg an Klassenarbeiten sitze, teile ich mir diese immer in kleine Stapel ein. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Ich teile mir bspw. ein, wie viele Arbeiten ich an einem Nachmittag schaffen werde (in der Sek I sind es meistens 4-5 und in der Oberstufe 1-2). Wenn ich diese Stapel gebildet habe, klebe ich dort noch Post-It-Zettel mit den entsprechenden Wochentagen drauf. So kann ich genau sehen, wie lange ich für die Korrektur eines Klassensatzes benötige. Dies erleichtert einem zusätzlich die Planung und man weiß genau, an welchem Nachmittag man wie viele Arbeiten korrigieren muss.

5. Korrekturstapel alphabetisch sortieren

Wenn ich alle Arbeiten korrigiert habe, sortiere ich mir diese alphabetisch, ehe ich mir die Noten eintrage. Da ich mit teachertool arbeite, wird mir so ein wenig Zeit abgenommen, als wenn ich die Noten kreuz und quer eintrage.

6. Wie lasse ich Klassenarbeiten möglichst effizient korrigieren?

Viele Schüler sind mit dem Ausdruck „FAQ“ bereits vertraut. In diesem Sinne gibt es bei mir die „FMM“ (frequently made mistakes). Während ich korrigiere, ist mein Laptop immer dabei, damit ich dort kontextgebunden Fehler herausschreiben kann. Dies kann ein Zeichensetzungsfehler, ein Grammatikfehler, ein Tempusfehler etc. sein. Am Ende der Korrektur schaue ich mir das Dokument genau an, streiche Dopplungen und mache mir daraus ein Arbeitsblatt fertig, welches wir nach der Rückgabe der Arbeit gemeinsam bearbeiten. Beispielsweise müssen die Schüler dann die Fehler erkennen, sie berichtigen und erklären, was hier falsch gelaufen ist und warum der Fehler berichtigt werden muss. Bisher klappte dies immer ganz gut. So gesehen ist dann auch schon gleich eine neue Stunde während des Korrigieren geplant. Zusätzlich ist das Bearbeiten von Lernsnacks möglich. Dazu werde ich später noch gesondert berichten.

👥 Welche Tipps habt ihr noch? Lasst uns gerne hier in den Kommentaren sammeln 👩🏼‍💻👩🏼‍🏫

5 Kommentare zu „Quicktipps – Korrekturen

  1. Ich persönlich finde es immer praktisch aufgabenweise zu korrigieren. So kann ich recht gut vermeiden Arbeiten nicht mit gleichem Maß zu bewerten. Deshalb teile ich auch selten meine Stapel nach Anzahl zu korrigierender Arbeiten ein, sondern nach Art und Länge der Aufgaben. Mehre kleine Aufgaben vs. eine komplexe Aufgabe pro Korrektursitzung, aber dafür eben die ganze Klasse.

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  2. In Deutsch versuche ich, jede Arbeit nur einmal zu lesen. Ich lese also immer direkt auf Inhalt, Aussruck und Sprache – ich bilde mir ein, so schneller zu sein.
    Und ich arbeite auch mit Bewertungsbögen, um objektiver zu sein. Zusätzlich schreibe ich mir für jeden Schüler auf einem gesonderten Blatt ganz knapp auf, was gut und was schlecht war, und dann die Note. Nur die Arbeiten, die richtig zwischen bei Noten kippen oder die ich bei 5 sehe, schaue ich mir nochmals an.
    Und meist läuft nebenbei klassische Musik.

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  3. Ich sehe schon, dass es doch recht unterschiedliche Vorgehensweisen gibt, aber genau das ist ja auch gut 🙂 Da sieht man einmal wieder, wie unterschiedlich man das machen kann. Schön, dass ihr hier kommentiert habt!

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