Tipps aus der Praxis

Ein nützliches Tool für das Classroom-Management: Der Verhaltenstracker

Jetzt fragen sich einige bestimmt sofort, was das denn nun bitteschön sei. Eine berechtigte Frage. In zwei meiner vergangenen Posts habe ich bereits darüber berichtet, dass ich für meine Schüler einen klaren Verhaltens- und Erwartungskatalog entwickelt habe, den sie gleich zu Schuljahresbeginn erhalten. Darin sind vor allem auch noch einmal meine Erwartungen formuliert und gleichzeitig die Konsequenzen, wenn ein Schüler diese Erwartungen nicht erfüllt. Doch wie behalte ich da in der Stunde den Überblick? Wie kann ich aber vor allem auch langfristig gesehen einen Überblick behalten, um ggf. Maßnahmen zu ergreifen, die den Schüler wieder auf den richtigen Pfad bringen?

Der Verhaltenstracker – Wie er funktioniert

Genau diese Frage stellte ich mir zu Beginn des Entwickelns meines Erwartungskataloges auch. Also gestaltete ich ein für mich sehr einfaches und nützliches Tool, den Verhaltenstracker. Er liegt bei mir zu jeder Stunde auf dem Pult an einem Klemmbrett befestigt. Dazu drucke ich ihn mir alle paar Wochen oder Tage, je nach dem, wie intensiv ich ihn brauche, auf gelbem Papier aus und trage bei Warnungen diese dort ein. Ein Beispiel: Sollte Schüler Mäxchen wiederholt im Unterricht dazwischen quatschen, schreibe ich seinen Namen an die Tafel und signalisiere ihm damit seinen Erwartungsbruch. Gleichzeitig vermerke ich mir ganz schnell auf meinem Tracker den Namen und einen Strich. Sollte er wiederholt Erwartungen nicht erfüllen, werden die Striche aufgefüllt. Es stehen maximal vier Boxen für die Striche zur Verfügung, da dies so laut den Konsequenzen vorgesehen ist. Nach der Stunde kommt bspw. Mäxchen zu mir nach vorne und wir haben ein kurzes Gespräch über sein Verhalten. Am Ende notiere ich mir ganz rechts die Konsequenz, die aus seinem Verhalten folgte. Hatte ich bspw. nur einen Strich notiert, wäre die Konsequenz ein Gespräch nach der Stunde mit mir gewesen. Alle weiteren Konsequenzen findet ihr in folgenden Posts: Post Nr. 1Post Nr. 2

Vorteile

Ich habe sofort die Übersicht über sämtliche Vorfälle in allen Klassen und zu allen Schülern. Es mag anfangs mühselig erscheinen, sich dies alles sofort zu notieren, aber durch die Übersichtlichkeit ist es eine schnelle Sache und langfristig gesehen kann ich Vieles besser kontrollieren. Noch dazu wissen die Schüler ebenfalls, dass ich mir Notizen mache und sie ggf. zu Beginn einer anderen Stunde nett darauf hinweisen kann, dass sie es bestimmt in der heutigen Stunde besser schaffen könnten, meine Erwartungen zu erfüllen, als letzten Donnerstag in der 3./4. Stunde. Weiterhin ist eine hohe Transparenz gegeben, die ich bspw. auch bei Elterngesprächen nutzen kann.

Was haltet ihr von der Idee? Wäre das auch etwas für euch? Ich kann es euch nur empfehlen, dieses Tool einmal zu testen. In Kombination mit dem Erwartungskatalog funktioniert es für mich ganz super!

 

5 Kommentare zu „Ein nützliches Tool für das Classroom-Management: Der Verhaltenstracker

  1. Ich habe dieses Jahr eine wirklich schwierige Klasse (viele Veerhaltensauffällige) und finde deine Idee gelungen. Die Datei drucke ich sofort aus, danke dafür. Morgen gehts ans Ausprobieren. LG Ela

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