Fachliches

Wie Gruppenarbeit gut gelingen kann – Reflexionsphasen einbauen

Damit die Schüler einen möglichst großen Nutzen aus der Gruppenarbeit ziehen können, sollte diese neben einer gut durchdachten Vorbereitung und Durchführung auch genügend reflektiert werden. So wird den Schülern die Möglichkeit eröffnet, sowohl die Qualität ihrer Teamarbeit als auch ihren Arbeitsprozess zu reflektieren.

Wie baue ich solche Reflexionsphasen ein?

Hier bestehen meines Erachtens grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  1. Reflexion während der Gruppenarbeit als Extra-Phase: Damit sich die Schüler hier nicht in ihrem Arbeitsprozess unterbrochen fühlen, sollte diese Reflexionsphase bewusst als eigenständige Phase der Gruppenarbeit wahrgenommen und durchgeführt werden. Gerade bei länger andauernden Gruppenarbeitsphasen bietet es sich an, eine Reflexionsphase zwischenzuschieben. Dies kann beispielsweise nach einer fest vorgegebenen Bearbeitungszeit erfolgen. Dann kann die erste Erarbeitungsphase mithilfe eines akustischen Signals beendet und so in die Reflexionsphase übergeleitet werden. So können sich die Schüler daraufhin im Plenum äußern, wie gut sie zusammenarbeiten oder was gerade nicht so gut klappt. Der Vorteil: Einerseits wissen ihre Gruppenmitglieder sofort Bescheid und andererseits kann man als Lehrkraft ggf. unterstützend zur Seite stehen.
  2. Reflexion am Ende einer Gruppenarbeit: Sollte die Gruppenarbeit nicht allzu lange dauern, kann die Reflexion auch am Ende durchgeführt werden. So erhalten die Schüler ebenfalls Raum, ihren Arbeitsprozess und ihre Teamarbeit zu reflektieren. Als Lehrkraft kann man für die nächste Gruppenarbeit aus den Schülerreflexionen Erkenntnisse mitnehmen, um ggf. Änderungen in der Planung oder Durchführung vorzunehmen.

Wie leite ich die Schüler zur Reflexion an?

Damit die Schüler, gerade auch die jüngeren von ihnen, es schaffen, den schwierigen Prozess der Reflexion zu lernen und später eigenständig zu meistern, habe ich dafür Impulskarten gekauft. Diese geben Satzanfänge zu den verschiedensten Situationen vor. Das erleichtert den Schülern die Reflexion ungemein und nimmt auch leistungsschwächeren Schülern die Hemmschwelle. Die Reflexion mit diesen Karten kann dann entweder gruppenweise oder in Form einer Blitzlichtrunde erfolgen. Bis Ende Klasse 10, teilweise bis 11, setze ich diese Karten ein.

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Hier seht ihr eine Auswahl der Impulskarten

Damit ich sie immer bei mir führe, falls man doch einmal spontan eine Gruppenarbeit wider der Planung durchführt,  habe ich sie in einer Sammelmappe mit der Aufschrift „Tafelmaterial“ dabei. Tipp 2: Damit diese Karten möglichst lange halten und den Schulalltag überstehen, habe ich sie laminiert.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Blogpost ein wenig Inspiration geben 👩🏼‍🏫

➡️ Hier bekommt ihr die Impulskarten: TimeTex

4 Kommentare zu „Wie Gruppenarbeit gut gelingen kann – Reflexionsphasen einbauen

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