Tipps aus der Praxis

„Ich bin fertig! Was soll ich jetzt machen?“ – Wege für mehr Freiarbeit schaffen

Wie oft hat man diesen Satz in seiner Lehrerlaufbahn schon gehört? Im Referendariat wird man immer dazu angehalten, für diejenigen Schüler möglichst didaktisch sinnvolle fordernde Aufgaben parat zu haben. Das ist grundsätzlich auch auf jeden Fall richtig und ich finde es ebenso wichtig, wenn es die Stunde und das Thema zulassen. Nur kommt es manchmal vor, dass man den Schülern vielleicht lieber Freiarbeitsmaterial geben möchte. Wie geht man das konkret an? Welche Möglichkeiten habe ich hier?

Wer suchet, der findet

Auf dem Blog der lieben Kerstin von „Materialwiese“ (Hier entlang ) bin ich letztendlich fündig geworden. Da ich ihr Schild gut fand, übernahm ich dieses und lud es mir herunter. Allerdings wollte ich die Aktionsschildchen abändern, da ich sie in meiner 6. Klasse einsetzen wollte. Also entschied ich mich für angepasste Varianten. So können meine Schüler beispielsweise ihre Hefter/ Ordner ordentlich gestalten, Blätter abheften, ein Buch aus der Leseecke holen, Sudokus lösen, bei Bedarf ein Hilfsscout-Schildchen holen und anderen Kindern bei den Aufgaben helfen usw.

Wie gestalten?

Zunächst habe ich mir das Schildchen als Vorlage heruntergeladen und auf festen Tonkarton geklebt.

Als Nächstes habe ich die Aktionskärtchen laminiert, ausgeschnitten und dann mit einer Heißklebepistole auf den Wäscheklammern befestigt.

Zuletzt habe ich mit einem Locher ein Loch in das Schildchen gelocht und eine Schnur durchgezogen. So kann ich es in meiner Klasse gut aufhängen.

So sieht es nun aus:

IMG_0712

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Wie verfahre ich nun, wenn ich doch einmal forderndes Material habe und die Schüler nicht Freiarbeit machen sollen? Da das System durch die Klammern flexibel ist, nehme ich sie dann ab und klemme mit einer weiteren Klammer mögliche vertiefende Arbeitsblätter am Schildchen fest. So können sie sich das Material einfach dort wegnehmen. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine vertiefende Aufgabenstellung möglichst groß auf ein Blatt Papier zu schreiben oder zu drucken und dieses dann an das Schildchen zu klemmen.

Was springt für euch als Lehrperson dabei heraus? Eure Schüler wissen sofort, was sie tun können und ihr müsst nicht immer ständig auf’s Neue erklären, was sie machen können. Es spart euch Zeit und auch Nerven. Noch dazu bleibt so mehr Zeit für diejenigen Schüler, die wirklich eure Hilfe benötigen. 

Was haltet ihr von der Idee? Schaut auch auf jeden Fall auf Kerstins Blog vorbei. Auch wenn sie vor allem Ideen für die Grundschule hat, lässt sich doch die ein oder andere Idee abändern 🙂

⇒ Meine bunten Wäscheklammern bekommt ihr übrigens bei Timetex.

Ein Kommentar zu „„Ich bin fertig! Was soll ich jetzt machen?“ – Wege für mehr Freiarbeit schaffen

  1. Super, danke für den Beitrag. Wir haben bei uns (GS und GYM) “Lernboxen” (Hängeregister) stehen, wo Differenzierungsmaterialien abgelegt sind, die sich Kinder nehmen dürfen. Das kann von Schreibschrift wiederholen (ja, auch am Gym) über Vokabeln lernen, bis hin zu bestimmten Matheaufgaben usw. alles sein. Alle Fachlehrer MÜSSEN hin und wieder etwas für die Schüler hineinlegen. Kein Schüler-Fach darf je leer sein!

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