Tipps aus der Praxis

Think outside the box – Ungewöhnliche Strafen bei Regelverstößen

In einem meiner letzten Beiträge habe ich euch meinen Erwartungskatalog zur Verfügung gestellt, in dem auch klar vermerkt wird, welche Konsequenzen die Schüler erwarten, sollten sie meine Erwartungen nicht erfüllen. (Hier)

Manchmal jedoch, gerade wenn man die Lerngruppen oder einzelne Schüler bereits gut kennt, sollte man sich auch einmal kreativere „Strafen“ ausdenken. Wichtig ist hier anzumerken, dass man als Lehrkraft das nötige soziale Feingefühl benötigt, damit kein Schüler entwürdigt wird oder sich bloßgestellt fühlt! Kommt ihr mit euren Schülern/ der Klasse aber gut klar und habt ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut, aber es kommt dennoch immer mal wieder zu Regelverstößen, könnt ihr gerne den „normalen“ Weg verlassen und anders „sanktionieren“.

Ideen für ungewöhnliche Strafen

  1. Wer ständig mit seinem Sitznachbarn quatscht, trägt dem Lehrer/ der Lehrerin die Tasche/ den Rucksack nach der Stunde zum Lehrerzimmer.
  2. Schüler, die am häufigsten ihre Hausaufgaben vergessen, müssen ein Gedicht schreiben und dieses betont vortragen.
  3. Mein Favorit: Häufige Regelverstöße bzw. das Nicht-Erfüllen meiner Erwartungen ahnde ich gerne mit dem Nachsitzen an einem Mittag, vorzugsweise in der Mittagspause. Wer jetzt an das klassische Nachsitzen denkt, der hat weit gefehlt. Nein, die Schüler müssen mit mir zusammen Mittagessen gehen und dann kommen wir über ihr Verhalten ins Gespräch. Nebenbei kann man so eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung aufbauen 😊

 

👥 Habt ihr weitere Ideen oder seht ihr darin Schwierigkeiten? Lasst es mich in den Kommentaren wissen 📝

3 Kommentare zu „Think outside the box – Ungewöhnliche Strafen bei Regelverstößen

  1. Bei uns gibt es noch:
    Wer Kaugummi mit offenem Mund kaut, der muss 50cent in die Kaugummikasse tun. Kommt schnell genug Geld zusammen, um jedem Schüler eine Kugel Eis zu spendieren.
    Und bei wem das Handy im Unterricht klingelt, der muss der Klasse am nächsten Tag einen Kuchen mitbringen – Diät machen ist da echt schwierig 😉
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    1. Die Idee des Kuchenbackens kenne ich auch aus einer meiner 9. Klassen, in der das die Klassenlehrerin so eingeführt hat. Da bekam ich dann auch schon mal das ein oder andere Stück 😀 Besonders die Jungs finden diese Idee ziemlich blöd.
      Wobei ich mich da manchmal fragte, ob das, zumindest für diese Klasse, so eine gute Idee ist, weil die Jungs dann gerne einfach Fertigkuchen kaufen und das doch auch nicht so ganz Sinn der Sache ist. Aber in solchen Momenten sollte man es wohl einfach von der Klasse abhängig machen 🙂

      Gefällt mir

  2. Ich bin begeistert – vor allem von Punkt 3! – Ich ließ eine zeitlang meine Jungs nach 6 2×3 Regelverstößen eine halbe Stunde vor Schulbeginn antreten und Aufgaben aus dem Lerncoaching-Bereich erledigen. Fand ich selber doof. 🙈
    In puncto „Beziehungspflege“ hatte dies Beisammensein nen ähnlichen Effekt: Frühaufstehen schweißt zusammen! 😜
    Nach 3×3 Regelverstößen habe Schüler samt Eltern ein Coaching untergejubelt.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s