Fachliches

Korrekturtage einbauen

Wer noch im Referendariat ist, kennt das Problem: Die ersten eigenen Klassenarbeiten wollen korrigiert werden, nebenbei muss man sich um Unterrichtsbesuche kümmern und den eigenen Unterricht vorbereiten. Nicht selten stellt man sich dann die Frage, wann man da noch korrigieren soll. Also werden die Wochenenden und Nächte damit zugebracht. Selbst als erfahrene Lehrkraft erlebt man ähnliche Situationen immer wieder, vor allem dann, wenn man sehr korrekturintensive Fächer hat.

Umdenken – Die Arbeitswoche umgestalten und einen Korrekturtag einbauen

Als ich das erste Mal mit dieser Idee konfrontiert wurde, war ich skeptisch. Funktioniert das? Ist es nicht zu viel Arbeit an einem Tag? Kann ich mir wirklich einen Korrekturtag nehmen, an dem ich nichts Anderes mache? Ausprobieren machte schlau und ich kann sagen: Ja, es geht, wenn man kontinuierlich an seinem Arbeitsplan festhält und diszipliniert ist! Grundsätzlich geht es darum, die Arbeitswoche so zu gestalten, dass man einen Nachmittag freischaufelt, um zu korrigieren. Wie das nun konkret aussehen kann, zeige ich euch exemplarisch hier:

IMG_3377.JPG

Andere Einteilungen sind immer möglich. Gestaltet es euch so, wie es für euch am angenehmsten ist. Wer z.B. keinen Nachmittagsunterricht hat, kann sich die Vorbereitung noch weiter aufteilen. Wie daraus ersichtlich wird, gehört das Wochenende euch! Probiert es aus, es funktioniert gut 😊

Literatur:

Hohwiller, Peter: Korrekturen in sprachlichen Fächern. Cornelsen 2013.

Wäre das etwas für euch? Lasst uns diskutieren 🙂 

3 Kommentare zu „Korrekturtage einbauen

  1. Organisation ist das halbe Lehrerleben. Kann ich nur bestätigen. Vor allem, wenn noch Familie und Kinder hinzukommen. Von daher nutze ich auch sogenannte Korrekturtage, besonders in Spitzenzeiten.

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  2. Als Deutschlehrer am Gymnasium werde ich in den üblichen Klausurzeiten nie fertig, wenn ich immer nur einen halben Tag Zeit zur Korrektur nehme. Um eine Oberstufenklausur durchzuknüppeln, habe ich das ganze Wochenende und gestern den ganzen Montag nach der Schule je ca. acht Stunden korrigiert.

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    1. Das war bisher auch nur eine Idee, die ich zwischenzeitlich bei gutem Stundenplan wirklich umsetzen konnte, weil die Schultage einfach schon geplant waren, sodass ich mich ganz auf die Klassenarbeiten konzentrieren konnte :-). Dennoch stimme ich dir zu, dass das für die Oberstufe nie reicht. Deswegen habe ich es dieses Mal so gemacht, dass ich die Arbeiten der SekI weiter vor den Ferien habe schreiben lassen und die Klausuren der Oberstufe mit in die Ferien genommen habe. So habe ich dann in Ruhe Zeit dafür.

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