Selbstorganisation

Planning – Organisation ist das halbe Schulleben

Viele meiner Kollegen sprechen mich immer öfter darauf an, wie ich in den meisten Fällen so entspannt wirke und scheinbar immer alles organisiert und geplant habe. Zugegeben, das ist wirklich nicht immer der Fall, aber im Großteil kann ich schon behaupten, dass ich gut organisiert bin.

Die Realität und meine Lösung

Wir Lehrer müssen bei den ganzen Aufgaben wahre Organisationstalente sein. Nun, die Realität sieht manchmal anders aus 😃  Das ist auch nicht weiter schlimm. Aber mal ernsthaft: Wollen wir nicht alle ein bisschen besser organisiert sein? Ich stelle euch hier nun meine Art der Wochen- und Tagesorganisation vor. Vorab: Ich habe mich gegen einen gewöhnlichen Schulplaner entschieden, weil es mich auf Dauer genervt hat, zwei Kalender zu führen: Einen für das Private und einen für die Schule. Da ich meine Reihenplanung sowieso nicht im Kalender vornehme, war der Nutzen eines Lehrerkalenders nicht mehr allzu groß.

Ein guter Kalender soll es sein

Jeder von uns hat andere Vorlieben, was für ihn persönlich ein guter Kalender ist. Ich habe für mich einen tollen Kalender gefunden und kann euch die Quelle gerne unten verlinken, falls ihr Interesse daran haben solltet. Wenn wir einen für uns passenden Kalender gefunden haben, planen wir auch viel lieber mit ihm. Zumindest geht es mir so. Für alle diejenigen, die lieber digital planen: Sucht euch eine passende digitale Möglichkeit und vielleicht inspirieren euch meine Ideen dennoch 😊

Meine Vorarbeit

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Ich habe mir zuerst überlegt, wie viele Kategorien ich benötige und jeder Kategorie eine Farbe zugewiesen. Das erleichtert einem den Überblick für die spätere Planung. Diese Übersicht klebt mit Washitape direkt auf der ersten Innenseite in meinem Kalender.

Wer kennt es nicht? Kollege x spricht einen an, ob man noch an dieses und jenes denken könne, den Schülern fällt auch noch was ein und wenn man all dies nicht sofort notiert, weiß man am Ende des Tages nichts mehr. Eine gute Möglichkeit ist es daher, sich in einem Kalender eine Art „Memo-Board“ zu basteln. Dafür habe ich zwei Seiten, die ich nicht gebrauche, überklebt und laminiert, um die Möglichkeit zu haben, auf ihnen Post-It-Zettel zu befestigen. Das sieht dann so aus:

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Die Wochen- und Tagesplanung

Wie sieht das nun konkret aus? Ich markiere mir meistens am Sonntag für die kommende Woche alle Stunden pro Tag, indem ich diese farblich blocke. Habe ich ganz Wichtiges, woran ich denken muss, schreibe ich mir das in Rot oben in die freie Zeile. Rechts ist eine lange Spalte, die man sicherlich noch einmal unterteilen könnte, was ich jetzt aber nicht habe. Dort schreibe ich mir alles auf, was ich an diesem Tag neben dem Unterricht erledigen muss. Z.B. können das Kopien sein, Zettel einreichen, irgendetwas auf eine Folie ziehen, KA kopieren oder abheften usw. So habe ich immer alles parat. Die Wochenplanung ermöglicht es mir dabei, einen guten Überblick zu haben und das Blocken der Stunden zeigt mir genau, wie lange ich mit einer Aufgabe beschäftigt bin. Am Nachmittag kommen dort auch private Termine rein, damit ich alles auf einen Blick habe, um zu schauen, wann noch Platz für Unterrichtsvor- und -nachbereitung ist.

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Das Ganze kann dann exemplarisch so aussehen.

Weitere nützliche Quellen und Inspiration

Um ehrlich zu sein, habe ich mir schon so Einiges mit tollen Erklärvideos beigebracht. Beim Stöbern auf YouTube bin ich dann auf einen super tollen und sehr inspirierenden Organisationskanal gestoßen. Daher kommen viele dieser Ideen, die ich für mich noch einmal personalisiert habe. Meinen Kalender habe ich auch dort bestellt. Ich werde euch die Seite einmal verlinken: Ella the Bee

✒️ Wie organisiert ihr euch? Welche Tipps habt ihr noch? Plant ihr analog oder lieber digital? Lasst uns darüber ein wenig austauschen 😊

11 Kommentare zu „Planning – Organisation ist das halbe Schulleben

  1. Ehrlich gesagt, ich plane ausschließlich analog per Papier in einem DIN A4 Planer. Alles Digitale bringt mich aus dem Konzept. Des Weiteren nutze ich die kleinen gelben Haftnitizzettel. Die kleben in Spitzenzeitenbauch schon mal an der Haustür oder auf dem Lenkrad vom Auto, um ja nichts zu vergessen.🙈

    Gefällt 2 Personen

    1. Oh ja, Post-It-Zettel kleben bei mir auch überall 😃 Deswegen habe ich davon immer einen großen Vorrat zu Hause. Selbst in der Schule steht ein Haftnotizblock auf meinem Pult, damit meine Schüler sich auch Notizen machen können. Wir haben nämlich zusammen ihre HA-Hefte gepimpt und ebenfalls so ein Memo-Board gebastelt, wie ich es in meinem Kalender habe. Sie nutzen es wirklich regelmäßig und unglaublich gerne!

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  2. Ganz ehrlich? Ohne meine Papier-Kalender (ja Mehrzahl😅) geht gar nichts. Ich hab ein paar Termine in meinem Handy, einfach um sie auch unterwegs präsent zu haben.
    Ich habe zwar auch einen festen Farbcode (orange = Blog, blau = Arbeit etc.) aber oft hab ich alles in einer Woche in einer Farbe geschrieben, ich trennen es eher optisch im Layout, also im Erin Condren ganz oben sind Termine und Arbeit, in der Mitte To-Dos und ganz unten dann Vlog und Social Media.

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    1. Ja, der Farbcode gelingt mir auch nicht immer. Gerade wenn ich nicht ganz sicher bin, wie lange eine Aufgabe wirklich dauert, schreibe ich es einfach so auf oder nehme diese kleinen bunten Haftstreifen und schreibe mir dort das entsprechende Stichwort auf. So kann ich sie notfalls auch noch einmal in der Woche frei verschieben. Man muss ja auch spontan sein können 😊

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  3. Danke für Deine tollen Ideen!
    Letztes Jahr hatte ich keinen analogen Kalender und es war eine Katastrophe. Es hat zwar alles geklappt, aber ich habe mich die ganze Zeit irgendwie unsicher gefühlt. Daher habe ich mir zu Beginn des Schuljahrs direkt einen Kalender bestellt (Zugegeben, ich war wieder ein bisschen spät dran. Aber er ist heute gekommen 🙂 ).

    Allerdings hatte ich noch etwas, das mich nicht ganz in meinem Chaos versinken lies.
    Ich habe mir eine Kalendertabelle angelegt, die mir automatisch z.B. Klausurtermine oder die Ferien farblich anzeigt. Da kann ich auch eingeben, an welchen Tagen ich die jeweilige Klasse oder Kurs habe und ob es eine DS oder ES ist. Da werden mir dann nur die Tage angezeigt, welche ich tatsächlich in dem Kurs/der Klasse unterrichte. Diesen Kalender nutze ich allerdings für die Reihenplanungen und habe natürlich pro Klasse/Kurs einen. Ehrlich gesagt drucke ich mir den Kalender aus und kritzel dann handschriftlich rein, ich muss das unbedingt mal digital machen, damit ich das für die Zukunft für andere Kurse zum Vergleich habe.

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