Lustiges aus dem Unterricht

„Ich achte so sehr auf den Unterricht, dass ich vergesse, wie sich die Schüler organisieren sollen.“

Letztens lief ich mit gefühlt einer Tonne Schülermappen nach der 6. Stunde den Gang entlang und traf auf einen Referendar.

Er: „Na, hast du dir Lektüre für das Wochenende zum Bewerten mitgenommen?“

Ich: „Nein, nicht zum Bewerten, sondern zum Überprüfen, wie sich meine Schüler in ihrer Mappe organisieren.“

Ich schaute zuerst in ein erstauntes Gesicht und dann ging es auch schon los. Er berichtete mir, dass er so sehr mit der Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts beschäftigt sei, dass er häufig erst bei der Durchführung der Stunde merke, wie wenig Gedanken er sich zur Organisation der Schüler gemacht habe. Fragen, die ihn hier beschäftigen, sind vor allem:

  • Wie sollen Schüler Aufzeichnungen anfertigen?
  • Muss ich es ansagen, wenn sie etwas abheften sollen?
  • Wie sollen sie ein Blatt einteilen? Wo kommt das Datum hin, wie viel Platz sollen sie zwischen einzelnen Absätzen lassen?
  • Wie organisieren sie ihre Mappe? Sollen sie überhaupt eine Mappe führen oder lieber ein Heft?

Die Realität der Mappenführung

Sehr berechtigte Fragen, wie ich finde. Aus diesem Grund sammelte ich letzte Woche ohne Ankündigung die Mappen meiner Schüler ein (erst einmal nur aus einer Klasse) und werde sie nun auf ihre Organisation hin überprüfen. Dies mache ich vor dem Hintergrund einer für das neue Schuljahr von mir erdachten Überarbeitung ihrer Organisation. Häufig heften Schüler einfach nur alle Zettel in ihre Mappe. Bestenfalls legen sie ein Inhaltsverzeichnis an und nummerieren ihre Blätter. Aber im Verlauf des Schuljahres wächst dieser Zettelstapel und somit auch ihre Mappe ins Unermessliche.

Eine neue Idee muss her

Eine Aufteilung nach Themen? Fehlanzeige! Alles ist ein einziges großes Sammelsurium. Deswegen hatte ich die Idee, sie einen Ringbuchordner anschaffen zu lassen. Dort werden wir dann nach Themen sortiert die Arbeitsblätter und Zettel einheften. Als Abgrenzung der Themengebiete dienen ihnen dann Trennstreifen. So können sie sofort sehen, was wohin eingeheftet werden muss und wie viele Themen sie schon können und welche ihnen noch bevorstehen.

Dies erfordert jedoch eine gute Halbjahresplanung, also muss sehr gut vorausschauend geplant werden, um den Schülern zu Beginn des neues Schuljahres eine gute Übersicht der Themen geben zu können. Wichtig ist mir auch, dass sie nicht zu viel schleppen müssen. Aus diesem Grund reichen mir flexible Ringbuchordner. Wer natürlich möchte, darf auch einen harten Einband wählen. So könnte es dann in etwa aussehen:

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