Tipps aus der Praxis

Wie ich eine gute Beziehung zu meinen Schülern aufbaue

Zunächst einmal möchte ich klären, warum eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung wichtig ist:

  • Meiner Erfahrung nach lernen Schüler besser.
  • Das Classroom-Management wird erleichtert, wenn die Beziehung zum Lehrer stimmt.
  • Besonders wichtig: Als Lehrer haben wir mehr Freude im Unterricht, wenn wir eine gute Beziehung zu unseren Schülern haben und das wiederum strahlen wir dann auch aus ☺️

Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Schülern auf?

  1. Sich zu Beginn vor einer neuen Klasse vorstellen: Ich habe persönliche Dinge mitgebracht und die Schüler mussten erraten, was das mit mir zu tun hat. Weiterhin berichte ich immer über meine Laufbahn als Lehrerin, was mir besonders Spaß macht und warum ich überhaupt Lehrerin geworden bin. So wissen die Schüler, mit was für einem Menschen sie es grundsätzlich zu tun haben.
  2. Gerade „schwierige“ Schüler in den ersten Wochen intensiv beobachten und ihre kleinen positiven Fortschritte sofort rückmelden.
  3. Kurze persönliche Kontakte zu den Schülern herstellen.
  4. Identifikation mit der Klasse ermöglichen: Ich bastele immer zu Beginn des Schuljahres mit einer neuen Klasse ein Klassenschild, auf dem alle unterschreiben und das wir dann an unsere Klassenzimmertür hängen. Evtl. lässt sich sogar ein eigenes Klassenlogo entwickeln.
  5. Bei den Schülern nach ihren Hobbys erkundigen und dies ggf. in den Unterricht einfließen lassen. Dies sorgt dafür, dass Schüler im Unterricht hin und wieder Aktivitäten ausüben, die ihnen Spaß machen. So machen sie positive Erfahrungen im Unterricht.
  6. Interesse zeigen: So einfach kann es manchmal sein. Häufig macht es enorm etwas aus, wenn man bspw. fragt, wie der Lieblingsfußballverein der Schüler am Wochenende gespielt hat oder ob sie, wie am Freitag angekündigt, wirklich am Wochenende im Freibad waren und wie es ihnen dort gefallen hat.
  7. Außerschulische Aktivitäten planen.
  8. Höflichkeit und Respekt: Viele Schüler werden vor allem zu Hause missachtet, daher ist es gerade wichtig, dass wir sie mit Höflichkeit und Respekt behandeln. Was hier sehr nützlich ist? Schüler mit ihrem Namen ansprechen, auch wenn man sie auf dem Schulhof sieht und grüßt. Ein einfaches „Danke“ und „Bitte“ zeigt Wertschätzung.
  9. Lob: Gerade ältere Schüler wollen vielleicht nicht mehr vor der ganzen Klasse gelobt werden. Daher verfahre ich in solchen Fällen auf zweierlei Weise. Entweder gehe ich zum Schüler direkt hin und suche den Kontakt, um kurz und prägnant zu loben, sodass es die Mitschüler nicht verstehen oder ich lege ihm/ ihr eine kurze vorbereitete Karte auf den Tisch, auf der das Lob vermerkt ist. (Tipp: Diese Karten kann man bereits in einem größeren Stapel mit unterschiedlichen Arten von Lob vorbereiten und hat dann immer etwas griffbereit.)
  10. Lob an die ganze Klasse: Ein ernst gemeintes Lob fördert hier vor allem die Identifikation als Klassengemeinschaft und den Teamgeist.
  11. Lächeln! Niemals die Mimik vergessen. Ein Lächeln kann selbst angespannte Situationen manchmal entschärfen und die Schüler fühlen sich eher entspannt als bei einem Lehrer mit ernster Mine.

Wie macht ihr das? Gibt es weitere Möglichkeiten, eine gute Beziehung zu den Schülern aufzubauen?

5 Kommentare zu „Wie ich eine gute Beziehung zu meinen Schülern aufbaue

  1. Entgegen der Meinung bzw. Dienstanweisung der uns schwachsinnigen Übergordneten nutze ich bei älteren Schülern auch WhatsApp. Wir haben Schülergruppen eingerichtet und können somit kleine Informationen (natürlich keine Klassenarbeitsgeschichten oder so was) darüber super austauschen. Im heutigen Zeitalter ist das für mich im guten Schüler-Lehrer-Beziehungsgeflecht sehr wichtig und lasse es mir auch nicht verbieten. LG Alexa☕

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    1. Daran habe ich auch schon gedacht. Ich habe zumindest mit den „älteren“ Schülern einen Mailverteiler eingerichtet, wollte aber im kommenden Schuljahr wahrscheinlich für einen Oberstufenkurs eine WhatsApp-Gruppe einrichten. Mir stellt sich nur die Frage: „Diensthandy“ oder weiterhin das private Handy nutzen?

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      1. Ich ha be mein altes Smartphone als Schulhandy eingerichtet. Mein neues nutze ich privat. Diese Trennung finde ich persönlich äußerst sinnvoll. Die Schüler wissen auch, dass ich von Freitagabend bis Sonntagabend nicht draufschaue und halten sich auch an die vereinbarten Kommunikatiosregeln.

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    1. Das auf jeden Fall auch 😊 Unsinn macht ja eh immer Spaß 😉 Ich habe mal bei einem Spiel verloren und „musste“ dann 90 Minuten mit nur einem Schuh unterrichten. Die Kleinen haben es gefeiert und haben dennoch nicht den Respekt verloren. Ein bisschen Spaß muss sein 😃

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